IG Metall Wuppertal verabschiedet sich von Axel Dirx

Archivfoto von Axel Dirx, dem ehemaligen Bevollmächtigten der IG Metall WuppertalDer engagierte Gewerkschafter und Sozialpolitiker verstarb am 9.2.2017 im Alter von 70 Jahren. Axel Dirx hat sich als Gewerkschafter wie auch als Landtagsabgeordneter in vielfältigster Weise immer dort eingebracht, wo es um sichere Arbeitsplätze, Fairness und Fortschritt für die Menschen ging. In diesem Sinne war ihm die industrielle Entwicklung in seiner Heimatstadt Wuppertal eine Herzensangelegenheit.

Archivfoto des ehemaligen Bevollmächtigten der IG Metall Wuppertal Axel Dirx

Axel Dirx 2001 (Archivfoto, IG Metall Wuppertal)

Der diplomierte Sozialwirt wurde bereits 1967 – als 20-Jähriger – Mitglied der IG Metall. Im selben Jahr trat er der SPD bei. Bis 1983 arbeitete er als Lehrer im IG Metall-Bildungszentrum in Sprockhövel und wechselte dann zur IG Metall Wuppertal. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär wurde Dirx 1985 von der Delegiertenversammlung zum ersten Bevollmächtigten der IG Metall Wuppertal gewählt, deren Geschicke er bis 2004 führte. Parallel dazu setzte er sich von 1989 bis 1995 auch als ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der IG Metall für gewerkschaftspolitische Ziele ein. Als Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen war er ab 2000 Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie sowie im Petitionsausschuss des Landtags.

Seine gewerkschaftspolitische Arbeit war stets eng verknüpft mit seiner besonderen Verbundenheit zur Stadt und den Betrieben. In den 1990er Jahren geriet auch Wuppertal in den Strudel des wirtschaftlichen Strukturwandels. Alteingesessene Firmen meldeten Insolvenz an, andere drohten mit Abwanderung. Gerade hier erwies sich Dirx als Diplomat und Kämpfer zugleich, in und für Wuppertal Beschäftigung und Produktionsstandorte zu sichern. Für den Gewerkschafter war die Stadt ohne Industriearbeitsplätze undenkbar.

Durch sein zusätzliches Engagement in  Lokal- und Landespolitik verfügte Dirx über ein breites Netzwerk, dass er bei seinem Einsatz für Arbeitnehmerinteressen zu nutzen wusste. Um Betriebe in Wuppertal zu halten, arbeitete er mit der städtischen Wirtschaftsförderung zusammen, beriet sich mit Lokalpolitikern und setzte sich, stets auf der Suche nach guten Lösungen, mit Arbeitgebern auseinander.

Während seiner Amtszeit als Bevollmächtigter der IG Metall Wuppertal gelang es ihm unter anderem, mehrere Hundert Arbeitsplätze in der Stadt zu sichern und zu halten. Für seine Leistungen gebührt ihm aus Sicht der IG Metall ein großes Verdienst.

Print Friendly, PDF & Email

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.